Ranking der Nachhaltigkeitsberichte 2005

Berichterstattung schafft Transparenz
Je vernetzter und globaler die Wirtschaft, desto wichtiger wird Transparenz. Sie ist Voraussetzung für Vertrauen und damit Basis für gute Geschäfte. Schaffen lässt sich Transparenz vor allem durch eine glaubwürdige Berichterstattung darüber, wie die Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft in Unternehmen gelebt wird.

Das Ranking der Nachhaltigkeitsberichte
future e.V. und das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) wollten wissen, wie es die 150 größten deutschen Unternehmen mit Transparenz und Verantwortung halten. Die Ergebnisse wurden am 17. Februar 2005 im Wirtschaftsmagazin "Capital" veröffentlicht. Schirmherr des Rankings war Dr. Volker Hauff, Vorsitzender des Rats für Nachhaltige Entwicklung.

Unter den 150 größten deutschen Unternehmen informiert der Henkel-Konzern am besten darüber, wie er seine ökologische und soziale Verantwortung wahrnimmt. In einem Ranking der Nachhaltigkeitsberichte, das jetzt zum fünften Mal von der Unternehmervereinigung future e.V. und dem Berliner Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) durchgeführt wurde, kamen KarstadtQuelle und Otto auf die Plätze zwei und drei. Die Gesamtergebnisse sind in der gerade erschienenen Ausgabe der Zeitschrift „Capital“ veröffentlicht. IÖW-Geschäftsführer Thomas Korbun betonte, das Bemühen der großen Konzerne, Vertrauen durch Transparenz zu schaffen, sei erkennbar gestiegen.

Das Ranking-Team bewertete neben inhaltlichen Aspekten wie „Interessen der Mitarbeiter“, „Soziale Verantwortung im Umfeld“ oder „Ökologische Aspekte der Produktion“ auch Glaubwürdigkeit, Klarheit und kommunikative Qualität der Berichte. Glänzte die Firma Henkel durch eine sehr gute Darstellung der Themen Produktsicherheit und Mitarbeiterbelange, so konnte adidas-Salomon (Rang 5) mit einer ehrlichen Darstellung der sozialen Herausforderungen in der Lieferantenkette punkten. Der Nachhaltigkeitsbericht von Volkswagen wurde als bester Bericht aus der Automobilbranche bewertet und erreichte insgesamt Rang 7. Unter den Top 10 befinden sich außerdem Axel Springer (Rang 4), RWE (Rang 6), die HVB Group (zusammen mit VW auf Rang 7), die BMW Group (Rang 9), die Deutsche Telekom und BSH Bosch Siemens Hausgeräte (beide Rang 10).

future e.V. und IÖW führen seit 1994 erfolgreich Rankings von Umweltberichten durch. Die Bewertungskriterien wurden dabei unter der wissenschaftlichen Leitung des unabhängigen IÖW laufend weiter entwickelt. Durch die regelmäßige Durchführung der Rankings konnten anerkannte Qualitätsstandards gesetzt werden. Die Schirmherrschaft des Rankings der Nachhaltigkeitsberichte 2005 hat Dr. Volker Hauff, Vorsitzender des Rats für Nachhaltige Entwicklung, übernommen.

Der Endbericht mit den Ergebnissen als PDF
Die Bewertungskriterien als PDF
Bilder von der Preisverleihung am 16. Februar 2005 in Berlin
Webseite des Rankings